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Fluoridprophylaxe gegen Zahnkaries 1 / 4
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Empfehlungsdschungel zur Fluoridprophylaxe Die Beantwortung dieser alltäglichen Praxisfrage zur Kariesvorbeugung von Babies und Kindern mit Fluorid ist nicht leicht. Sie sollte in jedem Fall individuell entschieden werden. Die wissenschaftliche Datenlage ist recht dünn. Die Fachgesellschaften der Zahnärzte und der Kinderärzte geben seit Jahren von einander abweichende Empfehlungen zur Kariesprophylaxe im Kindesalter ab. |
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Kariesschutz durch Fluoride Fluorid (Flussspat) ist ein Spurenelement, das überall in der Umwelt vorkommt. In moderaten Mengen kann Fluorid helfen Karies zu verhüten, in sehr hohen Mengen kann es auch zu einem Gesundheitsrisiko werden. Fluoride haben eine vierfache Wirkung in der Vorbeugung von Kariesbildung im Kindesalter:
Eine regelmäßige Fluoridgabe senkt die Karieshäufigkeit nachweislich um 40 bis 60%. |
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Fluoridbedarf im Kindesalter Um Kinder wirksam vor Karies schützen zu können ist eine tägliche Fluoridzufuhr von etwa 0,05 mg pro Kilogramm Körpergewicht ausreichend. Der tägliche Gesamtbedarf an Fluorid beträgt also altersabhängig:
Das Grundproblem ist, dass unsere Kinder individuell sehr unterschiedliche Mengen an Fluorid zu sich nehmen. |
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Fluoridzufuhr im Baby- und Kindesalter Unser Trinkwasser ist die wichtigste natürliche Fluorid-Quelle. Leider ist Deutschland in über 90% der Regionen ein Fluormangelgebiet. Die Fachgesellschaften empfehlen bei einer Fluoridkonzentration unter 0,3 mg pro Liter im Trinkwasser zusätzliche Fluoridgaben im Kindesalter. Unser Augsburger Trinkwasser hat z.B. lediglich eine Fluoridgehalt von 0,07 mg pro Liter. Noch weniger Fluorid enthält die Muttermilch mit 0,005 mg pro Liter. Ganz anders ist die Situation, in den Haushalten, die Mineralwasser verwenden. In Mineralwässern liegt der Fluoridgehalt zwischen 1 bis 5 (!) mg pro Liter. Weitere fluoridreiche Nahrungsmittel sind z.B.: Tee, Nüsse, Meeresfrüchte und Sojaprodukte. Fluoridiertes Speisesalz ist mit 0,25 mg pro Gramm Salz ebenfalls eine reichhaltige Fluoridquelle. Daher muss einer Empfehlung zur Kariesverhütung mit Fluorid zunächst eine genaue Analyse der Fluorideinnahmen unserer Kinder vorangestellt werden. Beispiel: Säuglingsnahrungen auf Sojabasis enthalten Fluorid, Kuhmilchbasierte Säuglingsnahrungen hingegen nicht. |
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Fluoridgehalt in Kinderzahnpasten
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Sinnvolle Fluoridprophylaxe im Kindesalter
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Fazit Durch Gabe von Fluoridtabletten im Kleinkindesalter zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 6. Lebensjahr kann die Fluoridzufuhr besser gesteuert werden. Verschluckte Zahnpasta kann in dieser Altersgruppe leicht zu erhöhter Fluorideinnahme führen. Die Verordnung einer Fluorprophylaxe sollte erst nach einer exakten individuellen Fluorid-Analyse erfolgen. |